Holunder: Blüte und Beere nutzbar – aber roh giftig!
Schwarzer Holunder liefert im Sommer Blüten und im Herbst Beeren für Sirup, Saft und Gelee. Diese Seite mit Sicherheits-Steckbrief erklärt die entscheidende Regel: Rohe Holunderbeeren sind giftig und müssen erhitzt werden. Sie zeigt außerdem die Unterscheidung zum weniger geschätzten Zwergholunder.
Zuletzt geprüft am · von Sylvia Falbesoner
Bild mit KI erstelltDer Schwarze Holunder ist ein Doppelgeschenk: Im Sommer duften seine weißen Blütendolden für Sirup und Küchlein, im Herbst hängen die dunklen Beeren für Saft und Gelee. Doch bei den Beeren gilt eine Regel, die man unbedingt kennen muss – roh sind sie giftig.
Erkennen
- Großer Strauch bis kleiner Baum mit gefiederten Blättern; im Frühsommer flache, weiße Blütendolden mit intensivem Duft.
- Im Herbst hängende Dolden schwarz-violetter, glänzender Beeren.
- Der krautige Zwergholunder (Attich) wird nur kniehoch, hat aufrecht stehende Beerendolden und gilt als stärker giftig – nicht verwenden.
Nutzung nach dem Erhitzen
Blüten: für Sirup, Gelee oder ausgebacken – die Blüten werden roh verarbeitet, aber üblicherweise nicht in Mengen gegessen. Beeren: immer gekocht zu Saft, Gelee, Mus oder als Grundlage für wärmende Getränke. Der gekochte Saft ist ein Klassiker der Herbst- und Winterküche.
Quellen & weiterführend
- Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES): Holunder und Sambunigrin, ages.at.
- Wildfrüchteliteratur zur Unterscheidung von Schwarzem Holunder und Zwergholunder.